Landesnetzwerk

SUSE – sicher und selbstbestimmt

Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken

Seit 2014 koordiniert mixed pickles das Modellprojekt SUSE – sicher und selbstbestimmt in Kooperation mit dem Landesverband Frauenberatung SH in der Region Ostholstein. Durch die bundesweite Unterstützung und Vernetzung mit anderen Modellregionen und der SUSE Geschäftsstelle in Berlin konnten die Zusammenarbeit und Vernetzung in Ostholstein verstärkt und ausgebaut werden.

Fachgespräche und Austausch auf Bundes- und Landesebene haben gezeigt, dass es verstärkte Maßnahmen und Bemühungen braucht, um gewaltbetroffene Frauen und Mädchen mit Behinderung besser zu unterstützen und Zugänge für alle zu schaffen. Im Vordergrund aller Bemühungen müssen der Schutz vor Gewalt, das Aufzeigen und der Abbau von Diskriminierungen sowie die Implementierung geeigneter Maßnahmen zur Stärkung von Mädchen und Frauen mit Behinderung stehen. Hier braucht es (weiterhin) konkrete Angebote und Maßnahmen und Kontinuität in der Umsetzung und Finanzierung.

Die Praxiserfahrungen von SUSE zeigen, dass noch viel getan werden muss, um Frauen und Mädchen mit Behinderung umfassend vor Gewalt zu schützen. Denn aktuelle Studien zeigen, dass behinderte Frauen und Mädchen um ein vielfaches häufiger von unterschiedlichen Formen von Gewalt betroffen sind als Frauen und Mädchen ohne Behinderung. (Studie zur Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung 2012). Trotz dieser hohen Gewaltbetroffenheit finden nur wenige Frauen mit geistiger Behinderung bzw. Frauen aus stationären Einrichtungen den Weg zu den Frauenfacheinrichtungen bzw. Gewaltschutzeinrichtungen.

mixed pickles will in den nächsten Jahren regionale Vernetzung in weiteren Kreisen und kreisfreien Städten initiieren und verbindliche Kooperationen anstoßen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Akteur/innen der Anti-Gewalt-Arbeit und der sog. Behindertenhilfe regional in den jeweiligen Kreisen von Schleswig-Holstein zu verbessern, so dass gewaltbetroffene Frauen und Mädchen mit Behinderung leichter den Weg zu Hilfe und Unterstützung vor Ort finden. Hilfen sollen zugänglich gemacht werden und vorhandene Barrieren benannt und abgebaut werden.

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